Aktuelle Seite: Home Wirtschaftsprüfung Sonderprüfungen EEG-Prüfung

Von der Entlastung der stetig steigenden EEG-Umlage können auch mittelständische Unternehmen profitieren. Voraussetzung ist jedoch ein fristgebundener Antrag. Bis zum 30.06. eines Jahres sind die vollständigen Antragsunterlagen bei der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) einzureichen. Hierbei handelt es sich um eine Ausschlussfrist. Die Entscheidung der BAFA über den Antrag ergeht mit Wirkung zum 01.01. des Folgejahres für den Zeitraum von einem Jahr.

Antragsberechtigt sind Unternehmen des produzierenden Gewerbes und selbständige Teile solcher Unternehmen, wenn die folgenden Voraussetzungen nach § 41 Abs. 1 Nr. 1 EEG im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor der Antragstellung erfüllt sind:

  • Der von einem Energieversorgungsunternehmen bezogene und selbst verbrauchte Strom an einer Abnahmestelle beläuft sich auf mindestens 1 Gigawattstunde.
  • Das Verhältnis der Stromkosten zur Bruttowertschöpfung beträgt mindestens 14%.
  • Die EEG-Umlage wurde anteilig an das Unternehmen weitergereicht.
  • Bei einem Stromverbrauch von mehr als 10 Gigawattstunden muss zusätzlich eine Zertifizierung erfolgt sein, mit der der Energieverbrauch und die Potenziale zur Vermeidung des Energieverbrauches erhoben und bewertet worden sind.

Die Erfüllung der Voraussetzungen sind durch die Vorlage von Stromlieferverträgen, Stromrechnungen und eine Bescheinigung des Wirtschaftsprüfers auf Basis des letzten abgeschlossenen Geschäftsjahres nachzuweisen. Soweit der Stromverbrauch mehr als 10 Gigawattstunden beträgt, ist zusätzlich die Bescheinigung der Zertifizierungsstelle notwendig.

Unternehmen des produzierenden Gewerbes ist nach § 3 Nr. 14 EEG jedes Unternehmen, das an der zu begünstigenden Abnahmestelle dem Bergbau, der Gewinnung von Steinen und Erden oder dem verarbeitenden Gewerbe in entsprechender Anwendung der Abschnitte B und C der Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes, Ausgabe 2008 zuzuordnen ist.

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit auch von rechtlich nicht selbständigen Unternehmensteilen zu gewährleisten, kann auch für diese Unternehmensteile ein Antrag auf Entlastung von der EEG-Umlage gestellt werden. Ein selbständiger Unternehmensteil liegt vor, wenn es sich um einen eigenen Standort oder einem vom übrigen unternehmen am Standort abgegrenzten Teil handelt. Dieser Unternehmensteil muss aus eigenen Mitteln funktionsfähig und organisatorisch eigenständig sein, gleichzeitig aber rechtlich unselbständig. Für diesen selbständigen Unternehmensteil muss eine eigene Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt werden, die in entsprechender Anwendung der §§ 317-323 HGB durch einen Wirtschaftsprüfer zu prüfen sind. Diese Prüfung ist zusätzlich zu der Bescheinigung nach § 41 EEG notwendig.

Weiterführende Hinweise erhalten Sie im Merkblatt der BAFA.

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